Brainfood

Orientation Days in New York City ♥

Heute endet meine dritte Arbeitswoche und ich bin nun insgesamt vier Wochen in den Staaten. Vier Wochen habe ich mein Familie und Freunde nicht mehr gesehen, jedenfalls nicht live. Vier Wochen. Wie es mir damit geht? Keine Ahnung ehrlicher weise.

Während meine Babys ihren ersten Nap haben (es ist gerade 11:35 am), wollte ich mal versuchen zu beschreiben, wie es mir in den Orientation so ergangen ist und wie das ganze abgelaufen ist!

Am Montag, den 01.04.2019 ging es los. Nachdem Lina (wir sind beide am gleichen Flughafen gestartet) und ich eingecheckt und uns verabschiedet hatten, ging es schon fast auf direktem Wege zum Gate, welches wir noch einmal wechseln mussten. Dann hatten wir auch gleich eine Verspätung, die mich einfach nur gestresst hat, weil wir ja noch einen Anschlussflug in München hatten. Aber schlussendlich sind wir dann mit 45 Minuten Verspätung gelandet und hatten noch knappe 45 Minuten um umzusteigen. Wir sind also durch den Münchener Flughafen gerannt, mussten dann noch durch weitere Check-Ins, weil wir ja nun vom Inlandsflug zu einem internationalen Flug wollten und kamen an, als gerade das Boarding für die internationalen Flüge los ging. Gott sei Dank haben wir dann die zwei weiteren Mädels gefunden, die mit und geflogen sind. Dadurch standen wir dann mit einmal nicht mehr ganz hinten, sondern ziemlich weit vorne in der Reihe, was unseren Koffern natürlich einen Platz in den Fächern genau über unseren Köpfen sicherte (yeeey!).
Dann ging es los. Knappe 9 Stunden Flug, zwei Mahlzeiten und genau 0 Sekunden Schlaf später landeten wir in den Staaten. Mittlerweile war es in Deutschland 1:30 Uhr nachts und ich war müde, eher schon übermüdet und immer noch total aufgeregt! Denn nun kam eine weitere „Hürde“: wir mussten durch die Passkontrolle, unsere VISA vorzeigen, Fragen beantworten und erneut Fingerabdrücke abgeben (oder vielleicht wurden sie auch nur überprüft?). Irgendwie wird man dann doch wieder nervös. Was ist, wenn etwas schief läuft? Gerade weil ich auch so unglaublich müde war und einfach Angst hatte, dass ich nur noch Quatsch rede. Lange Rede, kurzer Sinn: natürlich ist alles gut gegangen. Nach einem kurzen Plausch mit dem Beamten (ich war die letzte von uns vieren), der mich auch nur noch fragte, ob ich mit zu dieser Au Pair Gruppe gehöre und mir dann erzählte, dass er Seattle total toll fände, konnte ich dann durchgehen. Wir mussten kurz auf ein anderes Mädchen warten (komischer Weise hatte der PC ihre Hand abdrücke nicht genommen?!) und dann konnten wir losgehen, um unsere riesigen und alle viel zu schweren Koffer zu holen! Wir wurden dann von einer netten Lady abgeholt, die zwar relativ schnell Englisch sprach (jedenfalls für meinen Kopf!), aber uns fünf Minuten Flughafen-WIFI gab, uns dann in ein größeres Auto verfrachtete und uns viel Spaß wünschte. Dann ging es 1 1/2 Stunden Richtung Norden, nach Connecticut, wo das Hotel steht, in dem AIFS/ Au Pair in America die Orientation Days durchführt.

Angekommen in Stamford, wurden wir gleich von einer der AIFS-Menschen begrüßt. Leider weiß ich ihren Namen nicht mehr, aber ich weiß noch, dass sie eigentlich Französin ist, als Au Pair für zwei Jahre in die USA gegangen ist, danach hier studiert, geheiratet und Kinder bekommen hat (Nein Mama, das habe ich nicht vor!) Sie hat uns dann alle wichtigen Dinge gegeben, gesagt, wo wir unsere Koffer abgegeben dürfen (damit sie uns ins Zimmer getragen werden!) und welche Zimmer unsere sind. Außerdem erklärte sie, dass um 6:30 Uhr am nächsten Tag der Weckanruf kommen würde, aber da wir die deutschen Mädels sind, würden wir bestimmt schon vor dem Anruf wach sein (Stichwort Klischee der unglaublichen Pünktlichkeit + Jetlag !!). Also sind wir alle hoch in unsere Zimmer und kurze Zeit später kamen auch schon unsere Koffer an. Auch wenn ein anderes deutsches Mädchen später mit mir weiter nach Seattle geflogen ist, waren wir leider nicht im gleichen Zimmer. Stattdessen teile ich mir den Raum mit einer Brasilianerin und einer Kolumbianerin. Beide waren sehr nett, auch wenn wir uns kaum unterhalten haben, einfach weil wir alle so müde waren und es einfach auch schon spät war. Ich glaube, als ich schlussendlich auf meinem Zimmer war, war es nach zehn Uhr abends, also 4 Uhr nachts in Deutschland und ich hatte keine Sekunde lang geschlafen. Trotzdem bin ich dann noch duschen gegangen. Ich musste den „Schmutz“ des Flugzeuges einfach abwaschen. Ich glaube, bis ich dann schlussendlich geschlafen habe, war es irgendwie kurz vor Mitternacht.

Der nächste morgen ging früh für mich los. Um 6 Uhr war ich wach, einfach weil mein Körper dachte, dass es schon 12 Uhr wäre. Aber ich hatte jedenfalls genug Zeit, um mich anzuziehen, mich fertig zu machen und allen Menschen zu antworten, die mir bis dahin geschrieben hatten. Danach ging es dann zum Frühstück, was irgendwie besser schmeckte, als erwartet. Ich hatte ein Donut mit .. vielleicht hatte ich auch zwei Donuts, ich erinnere mich nicht mehr ganz genau. Wir hatten gefühlt einen reinen deutschsprachigen Tisch, vielleicht auch, weil wir noch nicht so wirklich andere Menschen kannten. Am Abend zuvor waren wir schon in zwei verschiedene Gruppen aufgeteilt worden und nach dem Frühstück war es dann soweit und wir „durften“ in unsere Gruppen, um dann mit dem eigentlichen Unterricht zu beginnen. Ich war in der Gruppe mit Jody und um es kurz zu fassen, es war einfach unglaublich witzig mit ihr. Sie hat so viele tolle Beispiele genannt, hat klar und deutlich gesprochen und auch nicht zu schnell (also ich fand es jedenfalls nicht zu schnell). Außerdem konnte sie immer Geschichten von anderen Au Pairs erzählen und war auch sonst eine sehr nette Persönlichkeit. Sie machte auch immer kleine Pausen, in denen ich mir grundsätzlich Kaffee holte. Das Mittagessen fand ich nicht so gut, aber ich denke, dass ist einfach Geschmackssache gewesen. Insgesamt hatten wir dann bis um kurz vor 17 Uhr (5 pm) Unterricht und sind danach zur New York City Tour aufgebrochen! Ich war natürlich zu langsam und bin nicht bei den anderen deutschen Mädels im Bus gewesen, aber im Nachhinein finde ich das gar nicht mehr so schlimm. Wir hatten vom Hotel eine „Diner-Tüte“ mitbekommen, woraus ich eigentlich nur die Tüte Chips gegessen habe und das Wasser nahm, weil das Sandwich irgendwie ganz komisch aussah (jedenfalls für mich). Dann ging es los nach New York City!

Endlich. Wir hatten echt ein bisschen darauf gewartet, waren alle müde, aber aufgeregt und ich war so gespannt auf diese Stadt. Nachdem wir fast 1 1/2 Stunden nach Manhattan brauchten, stieg dann irgendwann ein Mann ein, der sich als unser Reiseleiter entpuppte. Während wir also durch Manhattan fuhren, erzählte er uns, wer in welchem Gebäude wohnt, dass die Suit unter der von Donald Trump zu vermieten sei und allen möglichen Kram, bis wir schließlich beim Rockefeller Center angekommen waren. Dort stiegen wir hinauf. Ganz nach oben, hinauf auf den „Top of the Rocks“, wo man einen unglaublichen Ausblick über ganz Manhattan hat.

Es war schon dunkel, als wir da oben ankamen, was auf der einen Seite ganz cool war, auf der anderen Seite natürlich auch ein bisschen schade, weil man eben nicht mehr alles so gut sehen konnte, wie man es sich vielleicht gewünscht hätte. Dort oben schloss ich mich ein paar Mädels, verschiedener Nationen an, mit denen ich den Tag auch schon im Unterricht gesessen hatte. Darunter waren zwei Brasilianerinnen, eine Italienerin und eine Französin, mit der ich dann auch den Rest des Abends verbrachte. Wir machten dort oben wirklich schöne Bilder und wären dann fast zu spät zum Bus gekommen. Gerade noch rechtzeitig stiegen wir wieder ein und machten uns dann auf den Weg zum TIme Square. Dort parkten wir (NATÜRLICH) direkt vor dem Theater von „Harry Potter and the cursed child“. Nachdem wir uns noch einige Tipps unseres Reiseleiters angehört hatten, durften wir nun knappe 1 1/2 Stunden alleine über den Time square ziehen, was wir uns natürlich nicht zweimal sagen ließen. Als erstes ging es für mich natürlich in das Hard Rock Cafe, da ich mir dort eins meiner T-Shirts kaufen musste (ein neues für die Sammlung juhuu!). Danach zogen wir als Gruppe weiter, schauten uns den Time Square an, machten viele viele Fotos und Videos von uns, der Location und von so ziemlich allem, was uns über den Weg lief. Als es dann schlussendlich anfing zu regnen, verzogen wir uns zurück in den Bus und verschliefen so ziemlich die ganze Rückfahrt, da es auch schon nach 21 Uhr war und wir alle einen Jetlag hatten.

Auch am dritten Tag, dem Mittwoch, war ich wieder vor dem Klingeln des Weckers wach und war eine der ersten beim Frühstück (ich glaube, ich war tatsächlich sogar die erste). Als erstes hatten wir den „Erste-Hilfe-Kurs“. Ich setze das mit Absicht in Anführungsstriche, weil es eigentlich nur eine schnelle Beschreibung der Dinge, die man in bestimmten Situationen tun sollte. Bis um 2 pm (14 Uhr) hatten wir noch Unterricht (und eine Lunchpause). Dann wurden wir in verschiedene Busse verteilt, die zu verschiedenen Flughäfen fuhren. Ich wurde mit einer ganzen Schar anderer Mädchen zurück nach Newark gefahren, wo wir schlussendlich mit einer Stunde Verspätung in Richtung Seattle starteten.
Von der Ostküste bis zur Westküste braucht man übrigens sechs Stunden. So lange saßen wir in diesem Flugzeug fest, dass wirklich nicht sonderlich groß oder gemütlich war (im Gegensatz zu dem nach New York). Kurz vor der Landung wurden wir alle unglaublich nervös. Keiner konnte mehr still sitzen und ich könnte schwören, dass man unsere Herzschläge bis zu ersten Klasse hören konnte. Wir waren kurz davor, die Menschen zu treffen, mit denen wir immerhin ein Jahr unseres Lebens verbringen wollten. Mit denen wir unter einem Dach leben wollten.
Ich wurde nur von meinem Hostdad abgeholt, weil meine Hostmom noch auf Geschäftsreise war. Nach einem kurzen ‚geben wir uns jetzt die Hand oder nehmen wir uns in den Arm‘-Moment, suchten wir das Auto, stiegen ein und fuhren nach Hause, wo er mir noch die Tür zum Apartment aufmachte und ich bis um drei Uhr wach blieb, weil ich einen Jetlag hatte (derzeitiger Zeitunterschied zu Deutschland: -9 Stunden).
Das ist nur der erste viel zu lange Text über mein Leben hier, am anderen Ende der Welt. Nach und nach werde ich nun meine ersten Tage und die Wochen danach festhalten, in der Hoffnung, dass ich irgendwann aufholen kann! Ich hoffe, ich konnte euch jedenfalls einen kleinen Einblick gewähren und wenn ihr mehr sehen wollt, dann könnt ihr nun hier klicken und werdet direkt zu meinem YouTube Video zu den Orientation days weiter geleitet. Aber Achtung! Spoiler! Dort findet ihr auch schon Dinge über meine ersten Tage in der Gastfamilie!

Wir lesen uns beim nächsten mal!

Eure Lea.

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