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It’s Christmas Time – Amerika Edition!

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Ich glaube, ich werde niemals aufhören, euch über Amerika zu erzählen! Warum? Seit April 2019 lebe ich hier und ich liebe es. So vieles ist wirklich sehr gleich zu Deutschland, vieles aber auch nicht. Da macht auch die vorweihnachtliche Zeit keine Ausnahme.

Heute möchte ich euch ein bisschen was über meine Erfahrungen hier berichten. Natürlich kann ich nicht von Weihnachten erzählen, da dies noch mehr als eine Woche entfernt ist, aber über die Zeit davor, die Rituale. Natürlich muss man dazu sagen, dass ich in Seattle lebe. In Texas wird Weihnachten wieder ganz anders zelebriert und auch Boston hat sicherlich andere Traditionen als wir hier im Nord-Westen.

Wenn man an Weihnachten in Amerika denkt, kommen zumindest mir immer als allererstes die kunterbunten Tannenbäume in den Sinn, die großzügig geschmückten Vorgärten, viel zu viele Geschenke und die „Stockings“ (Weihnachtssocken) über dem Kamin.

Und was soll ich sagen, es ist alles wahr und wieder auch nicht. Gerade die Seattle Area ist tatsächlich eher weniger geschmückt, wenn man in die Vorgärten schaut. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, aber meistens findet ihr ein paar Lichterketten und vielleicht nochmal ein Rentier im Vorgarten. Dann gibt es da aber auch noch die anderen. Das sind vor allem Nachbarn, die sich zusammen getan haben und das ganze auch wirklich promoten! Es ist allerdings auch super witzig, dort durchzulaufen und sich alles anzuschauen! Jedenfalls gibt es hier keinen Wettkampf, um das best-geschmückte Haus, wie man es aus dem Fernsehen kennt.

 

Die meisten Amerikaner lieben es kunterbunt!

Das sieht man vor allen bei ihren Tannenbäumen, wo sogar die Lichterketten in verschiedenen Farben blinken. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, diese sind allerdings eher selten. Tatsächlich sieht man in vielen Fenstern blaue, rote und grüne Weihnachtsdekoration oder aber natürlich auch Silber und Golden. Das reicht von der Krippe, die bei manchen tatsächlich noch auf dem Regal (oder aber im Vorgarten!) steht bis hin zu Weihnachtsbaum-Schmuck. Nur die Stockings werdet ihr meistens im klassischem weihnachtlichen Rot finden.

 

Mein eigener Stocking, den ich am Kamin meiner Gasteltern eines morgens vorgefunden habe! ♥    Bild: Lea Rebecca Paulsen

 

 

Amerikaner lieben Lightnings!

Was sind Lightnings fragt ihr euch? Bestimmt kennt ihr alle das „Lightning“ des New Yorker Tannenbaums am Rockefeller Center. So etwas gibt es überall in der USA! Jede Stadt und Vorstadt macht eine riesige Show daraus, wenn zum ersten Mal die Weihnachtslichter für eine Attraktions, wie den Tannenbäumen oder aber in Seattle dem Pike Place Market angemacht werden – und alle lieben es! Dazu gibt es meistens Live-Musik, Märkte und verlängerte Öffnungszeiten! Außerdem gibt Weihnachts-Paraden! Diese sind vor allem für Kinder gedacht, aber auch Erwachsene sehen sich das ganze gerne an. Dabei sieht man den Weihnachtsmann und viele fleißige Helferlein und natürlich dürfen auch Anna, Elsa und Olaf mittlerweile nicht mehr fehlen. Meist gibt es dann noch Eisbären und andere Tiere (Menschen in Kostümen!), die selbst laufen oder aber auf einem Wagen gezogen werden.

„Lightning“ in Leavensworth – eine bayerische Stadt im Herzen eines National Parks!        Foto: Lea Rebecca Paulsen
 

Weihnachten mit der ganzen Familie und Freunden wird schon vor Weihnachten gefeiert!

Viele Amerikaner ziehen das Weihnachtsessen mit der ganzen Familie, den Freunden und/oder der Nachbarschaft einfach vor – und verzichten damit auf den allgemeinen Weihnachtsstress. Viele Familien geben das Christmas Dinner mit Omas und Opas, Onkel und Tanten einfach am Wochenende davor. Damit haben sie an Weihnachten Zeit für den Partner/die Partnerin und die Kinder. Dies wird hier übrigens am 25. Dezember gefeiert und nicht am heiligen Abend, so wie in Deutschland. Dort gibt es oftmals nochmal Brunch/Lunch mit einem kleinen Teil der Familie oder aber anderen sehr engen Freunden.

Insgesamt ist die Weihnachtszeit in Amerika allerdings gar nicht so anders als in Deutschland! Die Läden sind überfüllt, die Menschen haben schlechte Laune, Stress und manche kommen einfach nicht in Weihnachtsstimmung, während die anderen in ihren liebsten Ugly-Christmas-Sweatern rumlaufen. Alles ist hübsch dekoriert und es gibt überall Christmas-Sales.

 

Was ich dieses Jahr vermisse,

sind die selbstgemachten Adventskalender von und für meine Familie, Adventskränze und gutes Lebkuchen (auch wenn das importierte Okay ist) und natürlich meine Familie und Freunde. Adventskalender gibt es hier schon, allerdings nur im „World market“ oder von Lego, etc. Selbstgemachte Adventskalender kennen die Amerikaner gar nicht. Meine Gastfamilie war total überrascht, als ich mit einem für meine Hostkids ankam und fanden die Idee so innovativ. Adventskränze habe ich hier, außer meinen eigenen, wirklich noch nicht gesehen und ich sage euch ehrlich: ich vermisse meine Marizpan-Kartoffeln, die riesigen Lebkuchen-Herzen und all die tollen deutschen Weihnachtskekse, die es so gibt!

 

   

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